Softshellmantel nähen

Nähen: Wind & Wetter Parka aus Softshell

[Werbung unbezahlt] Der Herbst leuchtet in seinen bunten Farben und ich finde es immer wieder spannend was es alles zu entdecken gibt. Die meisten Sachen würden mir gar nicht auffallen, aber seitdem ich ein Kind habe, merke ich immer wieder, wie viel ich mittlerweile nicht mehr sehe. Auch wenn ich mir noch so vornehme durch den Wald zu gehen und genau hinzuschauen, schweife ich irgendwann in meine Gedankenwelt ab. Meine Umgebung nehme ich gar nicht mehr wahr.  

Bei Kindern sieht die Welt noch ganz anders aus. Sie sehen die kleinen Dinge, genau die, an denen wir vorbei gehen und die wir nicht wahrnehmen. Sie probieren aus, testen jeden Gegenstand bis ins kleinste Detail und haben großen Spaß daran. Genau in solchen Momenten wird mir bewusst, dass es gar nicht die teuren Spielsachen sind, die Kinder begeistern, sondern genau die unscheinbaren Dinge die wir als selbstverständlich hinnehmen. Es ist ihnen auch total egal, was sie anhaben, Hauptsache sie haben Spaß und können sich austoben. Was mich zum eigentlichen Thema bringt …

Das Nähen hat mich einige Nerven gekostet

Eine neue Jacke musste her. Da Kinder in dem Alter so schnell wachsen, ist man ständig damit beschäftigt neue Sachen zu kaufen. Dieses mal wollte ich selbst an die Nähmaschine. Ich habe lange gesucht, um einen passenden Schnitt dafür zu finden und wurde dann auf den Wind&Wetter Parka von Lotte&Ludwig aufmerksam.

Es gibt so viele Näh Möglichkeiten

Was mich am meisten an dem Schnitt begeistert hat ist, dass man ihn in verschiedenen Varianten nähen kann. Zum einen als Parka mit oder ohne Tunnelzug und zum anderen als normale Jacke. Außerdem gibt es verschiedene Varianten die Taschen zu nähen. Von aufgesetzter Tasche, Reißverschluss Tasche oder Pattentasche. Von Nähanfänger bis Fortgeschrittener oder Profi ist alles mit dabei. Ich habe mich für die Pattentasche entschieden. 

NObody is Perfekt – Ich bin es jedenfalls nicht 

Für mich war es die erste Jacke die ich überhaupt genäht habe. Es war eine Herausforderung und ich glaube ich habe noch nie so viel wieder aufgetrennt und neu genäht. Oft vergeht mir die Lust etwas fertig zu nähen, wenn nicht alles Reibungslos funktioniert. Kennt ihr das? Die Jacke hing ca. 3 Wochen in meinem Arbeitszimmer und ich hatte keine Motivation mehr weiter zu machen. Eigentlich hätte ich sie am liebsten weggeworfen. Aber so verschwenderisch wollte ich nicht sein und da mein kleiner Wirbelwind eine neue Jacke brauchte, habe ich mich aufgerafft und sie fertig gestellt.

Sie ist nicht zu 100 % perfekt. An manchen Stellen zieht sie sich komisch hoch und der Reißverschluss ist auch etwas schief eingenäht. Aber eigentlich sehe nur ich das so kritisch. Die Reaktionen waren bis jetzt durchweg positiv. Vielleicht auch, weil einem niemand direkt sagen würde, dass es nicht perfekt ist oder eher weil man die Arbeit und Mühe sieht die darin steckt und dass es vollkommen egal ist ob sie perfekt ist oder nicht. Was heißt schon perfekt?

Zurück zur Jacke. Ich wollte eine Softshell Jacke nähen. Zum einen, weil ich den Stoff noch nie verarbeitet habe und zum anderen, finde ich Softshell einfach praktisch für die Übergangszeit. Zuerst hatte ich einen bunten Stoff zur Auswahl, da gibt es ja mittlerweile mehr als genug, aber ich wollte es eher dezent und durch abgesteppte Nähte etwas hervorheben. Ich kann den Stoff wirklich empfehlen, da er sich sehr einfach verarbeiten lässt.

Die Idee den Dino Stoff in die Kapuze zu nähen kam mir erst später. In der Anleitung stand, dass Jersey Stoffe für das Futter eher ungeeignet sind, da sie sich recht verziehen, aber ich wollte nicht so richtig hören und hatte dadurch etwas Probleme beim nähen, also falls du die Jacke auch nähen möchtest, dann verwende besser einen Baumwollstoff als Futter.

Jacke aus Softshell nähen

Als Futter habe ich dann noch einen apfelgrün Sweat eingenäht. Eigentlich hätte ich das nicht gebraucht, da der Softshell innen angerauht ist, allerdings ist mir der Reißverschluss etwas missglückt. Es sah innen einfach nicht so schön aus und um das zu kaschieren habe ich sie gefüttert (Ein Beleg hätte vermutlich auch gereicht). Auch das gestaltete eher schwierig, da sich jetzt der Softshell immer so komisch nach oben zieht. Als kleiner Tipp für euch, haltet euch immer an die Anleitung, irgendwie erfüllt sie ja doch ihren Zweck.

Eine passende Beanie gab es auch dazu

Passend dazu gab es dann noch eine meiner selbst kreierten Beanies, diesmal mit Schirm. Ich steh einfach auf Schirmmützen. Den Wickel-Loop habe ich mit Fleece gefüttert. Allerdings merke ich, dass der Schal etwas unpraktisch ist, da weder der Papa noch die Omas verstehen, wie er angezogen wird. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man weiß wie es funktioniert. 😀

Im Großen und Ganzen ist meine erste Jacke doch recht schön geworden und ich bin stolz, dass ich sie auch fertig bekommen habe. Für alle die sich da noch nicht so recht ran trauen, probiert es einfach aus, denn wenn man nichts ausprobiert, kann man auch nichts neues lernen. WeisheitEnde

Hier geht es zu den Materialien:

So dann wünsche ich euch noch eine schöne Zeit und bis bald.

Liebe Grüße Eure Franziska

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hey, ich bin Fränzi!

Ich bin Mama von zwei Jungs, Nähverrückt, Stoffsüchtig und der kreative Kopf bei Lilu Kunterbunt. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht farbenfrohe, hochwertige und bequeme Mode für die kleinsten zu entwerfen und zu nähen. 

Es gibt mehr Farben als nur rosa & blau!

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